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Pressemitteilung

Nachfolgepreis.NRW 2026: Vier erfolgreiche Nachfolgerinnen und Nachfolger ausgezeichnet

14.10.2026 Hagen

Nachfolgepreis 2026_Preisträger Gruppe

v.l.n.r.: Nina Felek (SIHK Hagen), Dr. Ralf Mittelstädt (IHK NRW), Aschkan Akbari (Pleister Mühle), Alexander Alberts (Vizepräsident SIHK HAGEN), Christopher Stahlhacke (AKQUISOR), Christine Währisch (Wirtschaftsministerium NRW), Frauke Menke (BabyOne OWL), Dr. Jan Klug (rubitec), Ingo Otten (Bürgschaftsbank NRW), Dr. Nikolaus Paffenholz (IHK NRW)

Erfolgreiche Unternehmensnachfolgen sichern Arbeitsplätze, bewahren unternehmerisches Know-how und schaffen neue Perspektiven. Im Rahmen des Nachfolgetags der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) wurde der Nachfolgepreis.NRW 2026 verliehen. Ausgezeichnet wurden vier Unternehmerinnen und Unternehmer, die zeigen, wie vielfältig der Weg in die Selbstständigkeit sein kann.

Mit dem Preis würdigen wir gemeinsam mit IHK NRW gelungene Unternehmensübergaben und das Engagement der Menschen, die Verantwortung für bestehende Betriebe übernehmen. Die Preisträger:innen stehen beispielhaft für die Chancen, die eine Nachfolge bietet, und für ihren Beitrag zur Zukunft des Wirtschaftsstandorts Nordrhein-Westfalen.

Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer von IHK NRW, erklärt: „Unternehmensnachfolge ist eine zentrale Zukunftsaufgabe für unseren Wirtschaftsstandort. Werden Betriebe erfolgreich übergeben, bleiben Arbeitsplätze, Wissen und gewachsene Kundenbeziehungen erhalten. Zugleich bringen Nachfolgende neue Ideen und Impulse ein. Die diesjährigen Preisträger zeigen, welche Chancen eine Unternehmensübernahme bietet. Wir wollen deshalb noch mehr Unternehmer dazu ermutigen, ihre Nachfolge frühzeitig zu planen, und mehr Menschen dafür gewinnen, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen.“

Neben unternehmerischem Mut ist eine solide Finanzierung entscheidend für das Gelingen einer Übernahme. Ingo Otten, Leiter der Kreditabteilung der Bürgschaftsbank NRW, betont: „Wer ein Unternehmen übernimmt, investiert nicht nur in die eigene Zukunft, sondern auch in die Zukunft eines bestehenden Betriebs und seiner Mitarbeitenden. Dafür braucht es neben einer überzeugenden Idee auch Finanzierungspartner, die an das Vorhaben glauben. Gerade wenn die erforderlichen Sicherheiten fehlen, können Bürgschaften den entscheidenden Unterschied machen. Wir wollen dazu beitragen, dass gute Nachfolgekonzepte nicht an der Finanzierung scheitern. Die vier Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eindrucksvoll, welches unternehmerische Potenzial in gelungenen Nachfolgen steckt.“

Die Preisträger:innen des Nachfolgepreises.NRW 2026

Kategorie „Positiver Wandel“



Dr. Jan Nicolas Klug, rubitec GmbH

Laudatio: Ingo Otten, Leiter der Kreditabteilung der Bürgschaftsbank NRW

Vom Geschäftsführer zum Unternehmer: Dr. Jan Nicolas Klug hat die rubitec GmbH in Bochum übernommen und nutzt den Wechsel in die unternehmerische Verantwortung, um das hochspezialisierte Technologieunternehmen weiterzuentwickeln. Mit Investitionen in Gebäude und moderne Anlagen, der Erschließung neuer Anwendungsfelder und einer engen Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum, stellt Klug die Weichen für weiteres Wachstum. Die Jury würdigte seinen Gestaltungswillen und die Verbindung aus technologischer Kompetenz, Investitionsbereitschaft und strategischer Weiterentwicklung.

Kategorie „Mut zum Unternehmertum“



Aschkan Akbari, Pleister Mühle

Laudatio: Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer IHK NRW

Nach einem Rückschlag wieder durchstarten: Aschkan Akbaris Weg zum eigenen Unternehmen begann als Küchenhilfe. Bereits mit 24 Jahren wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit, musste jedoch sein erstes Unternehmen nach kurzer Zeit aufgeben. Seinen Traum vom eigenen Restaurant verlor er trotzdem nicht aus den Augen und übernahm Anfang 2024 den traditionsreichen Landgasthof Pleister Mühle in Münster, in dem er zuvor bereits als Assistent der Geschäftsführung tätig war. Mit neuen gastronomischen Angeboten, Investitionen und einer sehr teamorientierten Führung entwickelte er den Betrieb erfolgreich weiter. Für die Jury ist sein Weg ein besonderes Beispiel für unternehmerische Beharrlichkeit und den Mut, nach einer Niederlage einen neuen Anlauf zu wagen.

Kategorie „Mut zum Unternehmertum“



Frauke Baumert, BabyOne OWL

Laudatio: Christine Währisch, Referatsleiterin im Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz und Energie des Landes NRW

Von der Industrie in den Einzelhandel: Nach rund 30 Jahren Berufserfahrung in der Industrie entschied sich Frauke Baumert für einen grundlegenden beruflichen Neuanfang. Sie übernahm drei BabyOne-Fachmärkte in Ostwestfalen – obwohl sie zuvor weder im Einzelhandel noch in der Branche für Baby- und Kleinkinderprodukte tätig gewesen war. Mit ihrer Führungserfahrung, einem klaren Blick auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen und neuen Impulsen für Sortiment, Prozesse und Kundenansprache gestaltet sie die Zukunft der drei Standorte. Die Jury überzeugte insbesondere ihre Bereitschaft, eine etablierte Karriere hinter sich zu lassen, sich in ein völlig neues Geschäftsfeld einzuarbeiten und Verantwortung für gleich drei Betriebe zu übernehmen.

In der Kategorie „Mut zum Unternehmertum“ vergab die Jury den Preis in diesem Jahr gleich zweimal. Beide Nachfolgegeschichten überzeugten auf unterschiedliche Weise so sehr, dass sich die Jury bewusst für eine doppelte Auszeichnung entschied.

Kategorie „Beste Vorbereitung“



Christopher Stahlhacke, AKQUISOR e.K.

Laudatio: Alexander Alberts, Vizepräsident SIHK zu Hagen

Mit Erfahrung, Weitsicht und einem klaren Plan in die Selbstständigkeit: Christopher Stahlhacke fand sein Nachfolgeunternehmen über die Unternehmensnachfolgebörse nexxt-change. Vor der Übernahme des auf B2B-Neukundengewinnung spezialisierten Dienstleisters Langer setzte er sich intensiv mit dessen Geschäftsmodell, wirtschaftlichen Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten auseinander. Dabei konnte er auf seine langjährige Erfahrung im industriellen Vertrieb zurückgreifen. Nach der Übernahme stellte er das Unternehmen unter dem neuen Namen AKQUISOR strategisch und organisatorisch neu auf: mit digitalisierten Prozessen, klareren Verantwortlichkeiten, modernen Arbeitsbedingungen und zusätzlichen Dienstleistungen. Die Jury würdigte insbesondere die systematische Prüfung des Übernahmevorhabens und die konsequente Umsetzung seiner unternehmerischen Vorstellungen.